Ginseng Pflanze - Alle Informationen zur Heilpflanze

Ginseng Pflanze und Ginsengwurzel

DER CHINESISCHE Name bedeutet „Menschenwurzel“. Er bezieht sich auf das menschenähnliche Aussehen der Ginsengwurzel. Der griechische Gattungsname „Panax“ leitet sich von „Panakeia“ ab. Panakeia ist die Tochter des Asklepios, dem griechischen Gott der ärztlichen Heilkunst. Sie wurde als Göttin verehrt, die von allen Krankheiten befreien konnte. Das sie zur Namensvetterin des Ginseng wurde, kommt nicht von ungefähr. Die Ginseng Pflanze gilt seit jeher als Allheilmittel. Alte Volksnamen wie Allheilkraut, Allheilwurzel, Kraftwurzel, Kraftwurz und Lebensverlängerungswurzel verweisen darauf.

Der Koreanische Ginseng ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der chinesischen  Medizin (TCM) und Koreas. Er wird erstmals, in einem Buch erwähnt, das dem legendären Kaiser Shen Nung (ca. 2700 v.Chr.) zugeschrieben wird. Ob die lange nach seinem Tod geschriebene Abfassung wirklich von ihm selbst stammt, ist allerdings umstritten. Der Koreanische Ginseng galt schon damals als Sinnbild für Gesundheit und ein langes Leben. Sie war wertvoller als Gold und nur Kaisern bzw. Königen und hohen Adligen vorbehalten.

Im 17. Jahrhundert wurde Chinesischer Ginseng durch niederländische Seefahrer in Europa populär. Arabische Seeleute brachten die Pflanze zwar schon zuvor in das maurische Spanien, im Laufe der Zeit geriet sie jedoch wieder in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert wurde sie aufgrund ihrer nachgewiesenen Wirkungen auch von der Schulmedizin als Heilpflanze anerkannt.

Der Echte Panax ginseng gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae).

Sibirischer-, Chinesischer  oder Koreanischer Ginseng genannt. Wie die verschiedenen Namen bereits vermuten lassen, kommt er natürlicherweise in Gebirgs- und Waldregionen im nördlichen China und Korea vor und ist deshalb in der  chinesischen Medizin zu finden.

Die Baum ähnliche Pflanze ist eine mehrjährige Staude und wächst bis zu 80cm hoch. Sie treibt aus einer zylindrischen Wurzel. Diese wird bis zu 10 cm lang und teilt sich bisweilen mehrfach. Die handförmigen Blätter sind 3- bis 5-fingrig gegliedert. Aus den unscheinbaren, doldenartig angeordneten Blüten entwickeln sich rote Früchte.

Der Anbau der Pflanze ist weit verbreitet. Man kultiviert sie heutzutage sogar in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Asiatischer Ginseng im eigenen Garten

Sie möchten Panax ginseng für den privaten Gebrauch kultivieren? Besorgen Sie sich Samen bei einem gut geführten Fachgeschäft. Alles was es braucht, ist ein leicht saurer, humoser Boden und ein schattiger Standort (mit 70–80 % Schatten). Auch Taigawurzel (Sibirischer Ginseng) und Maca (Peruanischer Ginseng) lassen sich im eigenen Garten anbauen und wachsen problemlos.

Eine Pflanze, zwei Gesichter

Der medizinisch verwendete Pflanzenteil des Echten ist die Wurzel (Radix). Sie kann erst nach etwa sieben Jahren mit einem Gewicht von 60–100 g geerntet werden. Das erklärt den vergleichsweise hohen Preis für den Ginseng Extrakt.

Je nach Verarbeitung der Wurzel unterscheidet man zwei Sorten:

  • Weißer Ginseng: Die Wurzeln werden nach der Ernte geschält, gebleicht und getrocknet. Es gibt mittlerweile aber auch weißen Ginseng, der nicht geschält und gebleicht wird. Dadurch behält er mehr Inhaltsstoffe.
  • Roter Ginseng: Die Wurzel wird nach der Ernte zur Konservierung mit Wasserdampf behandelt, wodurch sie beim Trocknen eine rötliche Farbe annimmt.

 

Roter Ginseng wird oft als der wirksamere bezeichnet. Wird der Weiße jedoch nur gewaschen und getrocknet, also nicht geschält, ist er genauso wirksam. Schälen reduziert den Gehalt an sogenannten Ginsenoside. Diese befinden sich vermehrt in den feinen Haarwurzeln und sind ausschlaggebend für die Wirkung der Wurzel. Des Weiteren enthält es ätherisches Öl, Phytosterole und Peptidoglykane.

Ginsenoside gehören zu den Saponinen und unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers. Saponine sind recht komplex aufgebaut. Die Struktur der Ginsenoside besteht aus Zucker und Alkohol. Rein biologisch sind sie mit Sexualhormonen oder Cortison vergleichbar. Im Baum schützen sie die Zellen vor Mikroben und Pilzbefall.

Je größer und älter die Pflanze ist, desto höher ist die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe. Interessant ist auch, dass die Konzentration der Wirkstoffe in den kleinen, äußeren Wurzeln stärker ist, als in der Hauptwurzel.

Den Pharmazeuten ist es inzwischen gelungen, etwa 30 verschiedene Ginsenosiden zu separieren. Die Unterschiede sind minimal, aber die Wirkungen unterscheiden sich deutlich voneinander. Das bezieht sich insbesondere auf die Eigenschaften der unterschiedlichen Ginseng-Arten, aber auch auf Ginsensoside derselben Pflanze. Insofern lässt sich sagen, dass die Wirkungsweise ähnlich wie Yin und Yang ist.

Das Ginsenosid Rg1 erhöht den Blutdruck. Im Gegensatz dazu senkt das Ginsensosid Rb2 zu hohen Blutdruck. Ersteres stimuliert den Kreislauf, letzteres beruhigt die Nerven. Das Ginsenosid Rg1 wird vom Körper recht schnell aufgenommen und entfaltet seine Wirkung besser, als andere Ginsenosiden. Bei einem Versuch mit Ratten ließ sich feststellen, dass maximal 20 % der Wirkstoffe in den Blutkreislauf gelangten.

Vitamine und Spurenelemente des Ginseng Extrakts

Im Extrakt befinden sich von Natur aus:

  • Vitamin C
  • Vitamin B Komplex
  • Natrium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Kalium
  • Calcium
  • Aluminium
  • Mangan
  • Eisen
  • Kupfer
  • Zink
  • Arsen
  • Chrom
  • Selen
  • Bor
  • Vanadium
  • Kobalt
  • Molybdän
  • Nickel

 

Wirkungungsweisen des Ginseng Extrakts

Im Vordergrund steht der adaptogene Effekt. Adaptogene (dazu gehören auch Rosenwurz, Taigawurzel und Jiaogulan) bewirken eine verbesserte Anpassung des Organismus an Stresssituationen. Sie sind in der Lage, gegen störende und krankmachende Einflüsse von außen zu schützen. Dies gilt gleichermaßen bei physikalischen, chemischen und biologischen (Krankheitserreger, Strahlen, Umweltgifte usw.) wie bei psychischen Noxen (Stress, schwierige Situationen am Arbeitsplatz oder in der Familie).

Ausgleichende Wirkungsweise des Ginseng Extrakts

Weniger bekannt ist, dass Panax ginseng sowohl anregend und aufbauend als auch beruhigend wirkt. Verantwortlich sind hierfür vermutlich die enthaltene Wirkstoffe. Man weiß mittlerweile über die beiden am besten untersuchten, dass sie Gegenspieler sind. Sie besitzen also ein ähnliches harmonisierendes bzw. ausgleichendes Prinzip wie Yin und Yang in der chinesischen Heilkunde.

In den folgenden Bereichen ist Ginsengwurzel ein bewährtes Mittel:

Vorbeugen von Herz-Kreislauf- Erkrankungen

Koreanischer Ginseng führt zu einer Stärkung der Herzkraft und hat eine umfassend positive Wirkung beim Auftreten von zu hohem bzw. niedrigem Blutdruck und dessen Folgeerkrankungen. Er wirkt den auslösenden Faktoren für Arteriosklerose und Thrombosen entgegen und zeigt positive Effekte bei Durchblutungsstörungen, Schwindel und kalten Händen oder Füßen.

Verbesserung von Stoffwechselstörungen

Bei Stoffwechselstörungen, die sich zum Beispiel in erhöhten Blutzucker- oder Cholesterinwerten ausdrücken können, verhelfen Ginseng Kapseln zu einem allgemein verbesserten Gesundheitszustand. Innere Organe werden entlastet und in ihrer Funktionalität gestärkt.

Verbesserung der Sexualfunktion und Behebung von Fortpflanzungsstörungen

Durch die Stimulierung und Kräftigung des Gesamtorganismus werden sowohl die Libido als auch die Sexualfunktion gesteigert. Unter anderem erlangen Spermien eine bessere Beweglichkeit und eine verlängerte Lebenszeit.

Reduzierung der Wechseljahresbeschwerden

Ginsengwurzel enthält einige Wirkstoffe, die denen menschlicher Hormone ähnlich sind. Diese „Phytoöstrogene“ sind in der Lage, typische Beschwerden des Klimakteriums wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen zu lindern.

Beeinflussung des Verlaufs von Demenzerkrankungen

Alterungsprozesse führen zur Hemmung des antioxidativen Schutzsystems und zur Anhäufung von Stoffwechselprodukten im Körper. Die Ginsengwirkstoffe schwächen diese Prozesse ab und können so typischen Krankheiten des Alters wie Demenz vorbeugen und deren Progression verlangsamen.

Je besser Ihre Zellen trainiert sind, umso mehr Energie und Leistung stehen Ihnen zur Verfügung. So hilft Panax ginseng, auch unter hoher Belastung stark zu bleiben oder bei einer Erkrankung dafür sorgen, dass Sie schneller wieder gesund werden.

Vorbeugung und Therapie von Erschöpfungszuständen

Verbessert durch Anregung des Zellstoffwechsels den Energiehaushalt und stärkt die körpereigenen Ressourcen. Leistungsfähigkeit und Ausdauer werden so gesteigert.

Aktivierung der Gehirn- und Gedächtnisleistung

Zentral aktivierenden Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit: Konzentrationskraft, Gedächtnis und Auffassungstempo werden gesteigert. Stresssituationen können dadurch besser bewältigt werden.

Stärkung des Immunsystems

Erhöhung der Aktivität verschiedener Immunzellen und Steigerung der Antikörperproduktion. Menschen, die unter Infektionskrankheiten oder Allergien leiden, profitieren davon in hohem Maße.

Stärkerer Schutz vor freien Radikalen

Freie Radikale sind aggressive Verbindungen, die sowohl in unserem Körper entstehen als auch von außen (UV-Strahlung) auf ihn einwirken können. Die Wurzel besitzt die Fähigkeit, diese freien Radikale in unschädliche Verbindungen umzuwandeln und so deren Zellschädigungen zu verhindern. So wird das Abwehrsystem gestärkt und wirkt so im Sinne von Anti-Aging.

Die Wurzel wird gerne eingenommen:

  • bei Energiemangel, Erschöpfung, Rekonvaleszenz
    der Zellstoffwechsel wird angeregt, die Schlafqualität wird verbessert, geistige und körperliche Regeneration werden unterstützt, vorhandene Energiereserven werden besser mobilisiert.
  • bei Stress, Unruhe, Ängste, Nervosität, kalten Händen und Füssen
    geistige und körperliche Ausgeglichenheit und Stabilisierung werden gefördert, eine Überreaktion im Stresssystem wird ausgeglichen,
    das vegetative Nervensystem wird beruhigt.
  • bei Immunschwäche und genereller Krankheitsanfälligkeit die Antikörperproduktion wird verbessert,
    die Aktivität von Immunzellen wird unterstützt.
  • bei Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
    die Gehirnaktivität wird angeregt, Gedächtnis und Konzentration verbessert.
  • bei Impotenz
    der Sexualhormonhaushalt wird unterstützt,
    die Libido und die Sexualfunktion werden über das Gesamtbefinden gestärkt, Spermien werden beweglicher und langlebiger.
  • bei Herzproblemen, Blutdruckproblemen und Schwindel die Herzkraft wird verstärkt,
    zu hoher oder zu niedriger Blutdruck werden reguliert.
  • gegen Demenz und Alzheimerdas: antioxidative Schutzsystem wird unterstützt, freie Radikale und Stoffwechselschlacken werden reduziert, demenziellen Erkrankungen wird entgegengewirkt oder vorgebeugt.
Ginseng Pflanze - Die wichtigste Heilpflanze der chinesichen Medizin

Funktionsweise des Ginseng Extrakt

Panax hilft dem menschlichen Körper, sich an belastende Situationen anzupassen bzw. diese auszugleichen. Hat jemand z.b. einen zu hohen Blutdruck, dann werden diejenigen Inhaltsstoffe wirksam, die den Blutdruck durch Senkung normalisieren. Hat jemand einen zu niedrigen Blutdruck, dann kommen die Kreislauf anregenden Bestandteile zur Geltung. Ist jemand sehr müde, dann wird er frischer, ist jemand unruhig und nervös, dann wird er entspannter und ausgeglichener.

Wissenschaftliche Untersuchungen geben den Hinweis, dass viele der positiven regulierenden Wirkungen des Extrakt über die Hypophyse und den Hypothalamus im menschlichen Gehirn laufen sowie über die Nebennieren.

Der Hypothalamus ist ein 1 bis 2 cm grosser Abschnitt des Zwischenhirns im Bereich der Sehnervenkreuzung. Er ist Steuerzentrale des vegetativen Nervensystems und des Hormonsystems und spielt so für zahlreiche Körperfunktionen und geistig-psychische Abläufe eine grosse Rolle.

Die Hypophyse, bekannt auch als Hirnanhangsdrüse, ist kirschkerngrosses Nachbar- oder Anhangsorgan des Hypothalamus und unterstüzt diesen in seinen Funktionen.
Die Nebennieren sind Hormondrüsen am oberen Pol der Nieren und sind mit dem Hormonkreislauf und dem vegetativen Nervensystem gekoppelt. Unter anderem schütten sie in Stressituationen anregende Hormone aus und sind auch an der Produktion von Sexualhormonen beteiligt. Die Nebennieren sind über Regelmechanismen eng mit Hypophyse und Hypothalamus verknüpft.

Wissenschaftler vermuten, dass die enthaltenen Stoffe die Gehirn- und Nervenzellen aktivieren und das Zusammenspiel der Botenstoffe zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Nebenniere unterstützen und harmonisieren. Dies macht sich z.b. so bemerkbar, dass der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung erleichtert wird, unangenehme Stressymptome wie Herzklopfen, Unruhe und Ängste abnehmen und Ausdauer sowie Leistungsfähigkeit zunehmen.

Funktion als Anti-aging des Extrakts

Panax wird gerne als anti-aging-Mittel bezeichnet; dahinter steht u.a., dass seine Wirkstoffe in der Lage sind, die sogenannten freie Radikale, die reaktiven Sauerstoffspezies, im Körper zu reduzieren. Reaktive Sauerstoffspezies entstehen als Schlackenstoffe aus der Zellatmung in den menschlichen Körperzellen sowie durch Entzündungen, Umweltgifte und Zigarettenrauch. Sie sollen massgeblich an Alterungsprozessen und an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt sein. Die Wirkstoffe des Ginsengs entschärfen freie Radikale, indem sie Elektronen abgeben und diese in die defekten Moleküle der freien Radikale einbauen. Diese haben dadurch keine zellschädigende Wirkung mehr.

Koreanischer Ginseng wirkt jedoch auch über weitere Mechanismen gegen Alterungsprozesse: Indem es z.b. die Cholesterinwerte senkt, verlangsamt es die Arteriosklerose Entwicklung. Es aktiviert die Gehirntätigkeit und das Sexualhormonsystem, stärkt die Leber und fördert damit ihre wichtige Entgiftungsfunktion, erhöht die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit und unterstützt ein positives Lebensgefühl.

Ginsengwurzel zur Steigerung der Leistungsfähigkeit

Der Extrakt unterstützt die sportliche-, geistige und berufliche Leistungsfähigkeit auf natürliche und harmonische Weise. Er fördert nachweislich die körperliche Kraftleistung, das geistige Konzentrationsvermögen sowie Ausdauer und Kondition.

Bei einer Studie mit 25 Sportlern über 6 Wochen hinweg wurde z.b. eindeutig festgestellt, dass unter Einnahme von Ginseng Kapseln das Blut während körperlicher Anstrengung mehr Sauerstoff aufnehmen konnte, und die Plasma-Lactat-Werte und damit die Muskelübersäuerung geringer wurden. Diese Versuche wurden in den vergangenen Jahrzehnten mit verschiedenen Testgruppen und an verschiedenen Forschungseinrichtungen wiederholt. Es war stets ein ähnliches Ergebnis: Eine Erhöhung der Aufnahmefähigkeit von Sauerstoff im Blut und eine geringere Übersäurung der Skelettmuskulatur. Dies ist gleichbedeutend mit einer erhöhten körperlichen Leistungsfähigkeit, vor allem im Ausdauerbereich, und bedeutet auch eine schnellere Regenerationsphase nach der Leistungserbringung.

Bei einer 3-monatigen wissenschaftlichen Untersuchung von 60 Testpersonen im Alter von 22 bis 80 Jahren wurde unter anderem die Reaktionszeit auf Licht und Ton kontrolliert. Die Gruppe die Ginseng eingenommen hatte, zeigte eine deutlich schnellere Reaktionszeit als die Gruppe die Placebos eingenommen hatte. In der Selbsteinschätzung der Befindlichkeit gab die Gruppe mit Ginsengeinnahme auch an, dass sie eine deutlich gestiegene geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, besseres Konzentrationsvermögen, grössere Lebensfreude und bessere Schlafqualität empfinde. Die Selbsteinschätzung der Placebogruppe lag weit darunter.

Bei einer weiteren Doppelblindstudie die in einem Altenheim durchgeführt wurde, erhielten 60 Senioren 100 Tage lang Ginsengpräparate bzw. Placebos. Bei der Ginseng-Gruppe konnte eine deutliche Abnahme von Nervosität, Schwindel, Schlaflosigkeit, Herzklopfen festgestellt werden. Gleichzeitig verbesserte sich bei dieser Gruppe signifikant das Kurzzeitgedächtnis, das psychische Befinden, sowie die Bewegungskoordination. Bei der Placebo-Gruppe konnten diese Veränderungen nicht festgestellt werden.

Ginseng Dosierung und Anwendung

Das Deutsche Arzneibuch (DAB) empfiehlt eine mittlere Tagesdosis von ein bis zwei Gramm Panax ginseng pro Tag. Je nach gewünschter Wirkung kann die Ginsengwurzel sehr unterschiedlich dosiert werden. Ärzte in der Traditionellen Chinesichen Medizin empfehlen ihren Patienten nicht selten acht Gramm Ginseng pro Tag. Auch in der Behandlung der krebsbedingten Fatique kommen Dosen von 800 mg bis zu zwei Gramm pro Tag zum Einsatz.

Zur Prävention von Erkrankung und zur Linderung leichter Beschwerden ist die Einnahme von 200 bis 400 mg pro Tag zu empfehlen. Zur Behandlung von Erektionsstörungen sollte die Dosis hingegen auf bis zu drei Gramm täglich gesteigert werden.

Diese Dosierungsempfehlungen hängen aber auch immer von der Ginsengart sowie vom Ginsenosid Gehalt ab.

Grundsätzlich ist die Ginseng Anwendung gut verträglich. Nur selten kommt es bei der Einnahme von hohen Dosierungen zu Nebenwirkungen. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magenkrämpfe

Eine Studie berichtet zudem über eine Hypoglykämie, also eine Unterzuckerung, bei Typ-2-Diabetikern. Da Ginseng von Diabetikern zur Reduzierung des Blutzuckers eingenommen wird, handelt es sich aber vermutlich nicht um eine unerwünschte Nebenwirkung, sondern vielmehr um die Folge einer zu hohen Dosierung.

Bisher existieren nur wenige Studien, die die Interaktion von Rotem Ginseng mit Arzneimitteln und anderen Stoffen untersuchen. Die existierenden Daten weisen jedoch derzeit auf keine Wechselwirkungen hin. Die Einnahme von Rotem Ginseng bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten sollte jedoch vorsichtshalber mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

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